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25.08.2010 19.00 Uhr

PODIUMSGESPRäCH SUBVERSIONISMUS II

Am 25.08.2010 um 19 Uhr findet sich in der EEG im Westwerk Leipzig eine Gesprächsrunde, zum undefinierten Charakter der subversiven, der freien Kunst zusammen.

Unsere Gesprächspartner sind Udo Eidinger (Leipzig), Diana Wesser (Leipzig), Johannes Schmit, Daniel Hengst, Miriam Horwitz, Christoph Wirth & Antje Schlencker.

Die EEG im Spannungsfeld zwischen Kunst & Aktivismus, Kunstfreiheit & Finanzierung, zwischen Utopie & Partizipation. Die Komplexe bauen aufeinander auf und wir versuchen praktische Interventionsmöglichkeiten zu diskutieren und die Kommunikation unter Künstlern, Aktiven und allen kulturpolitisch Interessierten anzuregen.

Das Podium am Mittwoch, dem 25. August ist eine Gespräch, zu welchem wir einladen um dem Verlangen zu kategorisieren zu entkommen.

Wir freuen uns mit den Worten von Leigh Bowery zu rufen:

„Wenn du mir eine Etikette anlegst, negierst du mich“.

… Performances in unserem sozialen und kulturellen Alltag … wie in Galerien oder auf Theaterbühnen, ist mittlerweile zum Gemeinplatz geworden. Mit dem „performative turn“ werden zunehmend theater… Bereiche unter Rücksichtnahme ihres theatralen (und oft medial vermittelten) Charakters beschrieben. Bei einer derartigen Vielfalt … , die Untersuchung von Performances an den Bereich rückzubinden, in dem diese traditionell zu Hause sind: im Theater.
Damit ist bereits die fundamentale Schwierigkeit (auch in Leipzig) benannt: Einerseits gilt … als Performance und soll … als Performance beschreibbar sein, d.h. mit Begriffen wie „Theatralität“, „Rolle“, „Aufführung“. Andererseits geht es darum, das Phänomen Performance so genau wie möglich zu beschreiben, vor allem in Abgrenzung zum „traditionellen“ Theaterverständnis. Das würde nun aber wiederum bedeuten, den Kreis enger zu ziehen und gerade diejenigen kulturellen Praktiken auszuschliessen, die am wesentlichsten die Theatralität einer Gesellschaft bezeugen. excerpt

(…) Nichts ist konkreter als die Kunst. Im Sinne der Moderne liegt eines ihrer Ziele in der Darstellung äußerster Individualität.(…)But in what sense are they abstract? After all, art-works by their very nature are abstracted from our daily lived experience. The pedestal upon which a sculpture is placed, the frame around a painting, the margin of a lyric poem or the binding of a novel, the silence which surrounds a concert or a dramatic performance: these devices isolate the particular art-work from the rest of our experience, which only thereafter can be characterized as non-aesthetic, and invite us to regard the experience bracketed within these devices in a different way.(…)„Ich kann bloß den schwarzen Fleck nicht finden“

Der schwarze Fleck ist ein fiktives Symbol, das von Robert Louis Stevenson für dessen Roman „Die Schatzinsel“ erfunden wurde.Für gewöhnlich ist der schwarze Fleck ein dunkler Punkt auf einem hellen Untergrund, wie einem Stück Papier oder Leinen. Wenn einem Piraten ein schwarzer Punkt gezeigt wird, gilt dies als sein Todesurteil bzw. als Botschaft seines baldigen Todes. In Die Schatzinsel versucht die Mannschaft von Long John Silver, eine Meuterei durch das Überreichen eines schwarzen Punkts zu entfachen.

Dies ist das 4. Gesprächsformat im Rahmen unseres Jahresprogramms PLZ HELP. HACK MY FUTURE.

Die Grundidee besteht darin das Spannungsfeld der subversiven Kunst über mehrere Monate (April bis November 2010) zu erforschen, um möglichst viel Gesprächsbedarf anzuregen, zu ermitteln, zur kreativen Beteiligung anzuregen, sowie neue Formen der kuratorischen Praxis zu erproben.

Die Dokumentation unserer Aktivitäten und unserer Kommunikation über und mit Hilfe der Subversion ist neben der Impulshaftigkeit und Beiläufigkeit, wesentlicher Bestandteil unserer Arbeitsweise 2010. Aber eben auch die Kommunikation und die Vernetzung von Akteuren untereinander.


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