Ich denke, dass jede allgemein nützliche Information frei sein sollte. Mit ‚frei’ beziehe ich mich nicht auf den Preis, sondern auf die Freiheit, Informationen zu kopieren und für die eigenen Zwecke anpassen zu können. Wenn Informationen allgemein nützlich sind, wird die Menschheit durch ihre Verbreitung wieder reicher, ganz egal, wer sie weitergibt und wer sie erhält“ (Richard Stallmann/MIT)

Wir präsentieren vom 19. September bis zum 19. Dezember 2009 die internationale - open (free) software und hardware - Ausstellung OPEN (HE)ART-FAIR. Eingeladen haben wir Künstler und Künstlerinnen, deren Arbeiten mit Hilfe von frei zugänglichen Quellen entstanden sind. Die ausgestellten Arbeiten stehen in keinem inhaltlichen Bezug zueinander, was sie verbindet ist lediglich ihre Produktionsweise. Denn; die Produzenten greifen auf frei verfügbares Wissen, Open Content, zu.

Doch was heißt das?
Dieser Frage und der Frage; was "free cultural works" eigentlich sind, werden wir uns vielfältig, auf medial künstlerischer Ebene in Ausstellungen, Performances, Konzerten, Podien und Diskussionen nähern. Wir wollen aber auch diese Euphorie kritisch hinterfragen, wie auch unsere möglichen Nutzungs- und Mitwirkungsmöglichkeiten vor Ort demonstrieren.

Mit dem Projekt OPEN (HE)ART-FAIR soll die Diskussion um das Thema der „Kapitalisierung von Kreativität“ bereichert werden. Unsere Form von Kulturkritik zu dieser Problematik ist eine positive. Indem wir den Wert von Projekten herausstellen, deren Ziel es ist Alternativen zu dem kapitalistischen System von Eigentum, Macht und Legitimation zu etablieren, setzen wir uns dafür ein, die immanente Rolle der digitalen Kunst und Kultur als wesentliches Element unserer gegenwärtigen, globalisierten Gesellschaft hervorzuheben.

 

Eine schöne Zusammenfassung zum Thema bietet seit neuestem der NDR, der sich für die Nutzung der Creative Commons Lizenz entschlossen hat (zumindest in einigen Sparten) http://www1.ndr.de/ratgeber/technik/creativecommonsindex2.html