GRüNAU EINE SOZIALISTISCHE UTOPIE?

Grünau ist das Symptom einer Utopie, die mittlerweile veraltet ist. Die Menschen in Grünau haben heute andere Träume als vor 30 Jahren, denn diese Träume sind ja auch immer Produkt des Zeitgeists und der Umstände. Insofern sind heutige Utopien der Menschen in Grünau, so mein Eindruck, nicht wirklich futuristisch, sondern oft rückwärtsgewandt und nostalgisch. Das hängt einfach mit täglichen Problemen zusammen, die ganz banaler Natur sind: wie zahle ich meine Miete, kann ich meinen Job behalten, kann ich das Schulessen für meine Kinder zahlen. Dinge, die vor rund 30 Jahren selbstverständlich waren, die Hoffnung auf einen wachsenden Lebensstandard, mal in den Urlaub zu fahren etc. sind Gegenstand heutiger Zukunftsentwürfe und Wünsche, weil sie eben nicht mehr selbstverständlich sind. Das haben uns Menschen berichtet, die wir befragt haben. Was kann man an Grünau futuristischer machen? Naja, was wir heute unter futuristisch verstehen hat sich auch im Vergleich zu damals ebenfalls geändert. Damals hieß futuristisch effizient, funktional. Heute weicht die Effizienz der ökologischen Nachhaltigkeit und die Funktionalität der Kreativität und Ungebundenheit. Städtebaulich hieße das, den Menschen mehr Raum zu überlassen zum Selbstgestalten, neue und innovative Wohnformen zu entwickeln, Kunst und Kulturprojekte ins Leben zu rufen, die an den Tatendrang, die Eigeninitiative und den Mitgestaltungswillen der Menschen appellieren. Das wäre meine Idee von futuristisch.


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Was wird ausgestellt?

In der ersten Ausstellung „GRUENAU-PROJEKT STADTTEILKUNST" FUER UTOPIA
werden Werke von Gruppen und Einzelnen zu sehen sein, die die Frage nach eigenen Zukunftsvorstellungen und -visionen beantworten. Das ist auf ganz unterschiedliche Art und Weise geschehen, mal eher gegenständlich, mal abstrakt, mal ironisch, mal bitterernst, in Bildern, Fotografien, Installationen, Skulpturen, Videofilmen. Etwas konkreter: es wird zum Beispiel eine Bilderreihe zu sehen sein zum Thema Autounfälle, ein Audi…

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